what, half a year already?

Am I living in a time machine? Are you kidding me? Dewiuubföoqwdn! I have survived half a year already. It feels like yesterday: the day I have thought about the name, created another Instagram account and practiced doing selfies haha. 

Let's recap some of the things:

I first did not like the name, as it was support to be an experiment simply around fashion. Going eco/öko does not really reflect the fashion bit, but it now turns out to be an intuitively good choice: I have become öko. I am living öko. I am öko. And that's freaking me out, seriously! It all started because of a stupid WhatsApp conversation: Friday night. I was sitting on the couch, probably watching a low budget love story movie while having more or less deep conversations with my best friend on my phone. And there you go: Wine + crazy thoughts + crazy Kim = stupid idea. And here I am. 

For a couple of months, I am already used to not going shopping anymore. I am actively planning to buy clothes I need. There are of course some emotional ad-hoc buys of second hand, especially because I am now into the business of organizing Vintage Kilo Sales (VinoKilo is our brand), where we usually receive 2 tones of second hand clothes and I get them for a very good discount. But one of the rules I have been following constantly is: 1 in, 1 out. One new item to the closet means to donate another item to Oxfam or give it to a friend of mine.

But that's not the only change. The new Kim gets excited every time she remembers to refuse a straw in her drink. She also gets excited when she opens her glass jar of cereals and yoghurt and smells the fresh fruits. She gets delightred every time the cashier looks at her zero plastic packaging sack. She rides her bike as often as possible. She shares her stories with like-minded people and receives positive feedback. Well, the haters usually keep quiet and shoutout to you guys, if you're already this deep into the post haha. 

The main concept that has started ruling my life is the consciousness of our massively consuming and fast-paced society. I do not want to waste plastic on everything. I don't want to be lazy and take the car. No. I am actively living a more conscious life. Social justice has started playing a big role as well, as the refugee situation in Mainz is quite overwhelming. I don't need to waste resources. Why not live of what you have and enjoy the uncertainty when finding a substitute or other solution. 

This experiment has changed my mindset massively in the last couple of months. I feel like I have become more of myself and found a way I can live my life more meaningful. I am definitely going to survive the other half a year. And I am going to annoy you with it. 

Much love to all of you, xx

PS: I would love to invest more time in this blog but I cannot force myself to stay up even later for this 'side project'. It aims to be fun to me, so I am only investing as much time as possible and not forcing contents. Hope you guys all understand that!


Whaaat, lebe ich etwas in ner Zeitmaschine? Echt jetzt? Ich hab schon ein halbes jahr überlebt. Und es fühlt sich noch genau wie gestern an: Der Tag an dem ich über den Namen nachgedacht habe, als ich den Instagram Account eröffnet habe oder geübt habe gute Selfies hin zu bekommen (klappt jetzt immer noch nicht). 

Wie man so schön sagt, 'lasst uns das nochmal Revue passieren lassen':

Ich habe den Namen am Anfang irgendwie nicht so gemocht. Das Experiment sollte sich ja nur um Kleidung drehen und öko zeigt das ja nun wirklich nicht. Aber es zeigt sich nun doch ein halbes Jahr später, wie intuitiv passend ich das dann doch gewählt habe. Ich bin öko geworden. Ich lebe öko. Ich bin öko. Und das macht mich irgendwie wahnsinnig, wirklich! Nein, es gibt immer noch keine Achselhaare und die werden auch in nächster Zeit nicht gezüchtet. Und Filzteile habe ich auch nicht in meinem Schrank. Seht mich an, ich sehe normal aus und bin öko. Hah, ja das geht! 

Es fing also alles mit einem WhatsApp Gespräch an: Freitagabend. Ich habe auf der Couch gesessen, wahrscheinlich eine zweitklassige Liebesschnulze geschaut und mehr oder weniger tiefe Konversationen mit meiner besten Freundin in WhatsApp geführt. Und los ging es: Wein + dumme Gedanken + verrücktes Huhn = verrückte Idee. Und da ist es nun, das öko Huhn. 

Für ein paar Monate schon habe ich mich dran gewöhnt nicht mehr in der Stadt zu shoppen. Ich plane aktiv was ich kaufe. Nun ja, zugegeben, es gibt da wirklich viele emotionale Käufe, aber das ist Second Hand und angespornt durch den neuen Job. Ich plane nämlich seit Neustem Vintage Kilo Sales (unter dem Brand VinoKilo), wo wir meistens 2 Tonnen Kleidung bekommen, auf die ich einen echt guten Rabatt bekomme. Aber eine strike Regel halte ich da ein: 1 rein, 1 raus. Für jedes neue Teil muss eins an Oxfam gespendet werden oder an ne Freundin verschenkt. 

Aber das ist nur eine Facette. Die neue Kim freut sich nämlich jedes Mal wenn sie dran denkt, den Strohhalm abzulehnen. Sie freut sich genau so, wenn sie ihren Glas-Behälter mit Müsli und Joghurt öffnet und die frischen Früchte riecht. Und sie freut sich über das verdutzte Gesicht des Kassierers, wenn dieser den plastikfreien Gemüsesack betrachtet. Kim fährt auch so oft wie möglich Fahrrad. Sie teilt ihre Geschichten mit Leuten die ähnlich ticken und erhält positives Feedback, Naja, Hater sind meistens still, aber ich Grüße euch an dieser Stelle (komisch nur, dass ihr schon bis zu dieser Stelle des Textes gekommen seid). 

Die aber wichtigste Facette ist das Bewusstsein für unsere schnelllebige und verschwenderische Lebenskultur. Ich will nicht mit allem Plastik verschwenden. Ich will nicht faul sein und das Auto benutzen. Nö. Ich lebe lieber bewusster. Soziale Gerechtigkeit ist gerade durch die Flüchtlingsthematik in Mainz in den Fokus gerutscht. Und ich muss keine Resourcen verschwenden. Lebe einfach mit dem was du hast und erfreue dich an dem Ungewissen, eine umweltfreundlichere oder ethische Alternative zu finden. 

Das Experiment hat mein Denken in den letzten Monaten echt krass geändert. Ich fühle mich irgendwie mehr wie ich selbst und habe einen Weg gefunden, ein sinnvolleres Leben zu leben. Ich werde also das nächste halbe Jahr super überleben und euch weiter damit nerven. 

Ganz viel Liebe an dieser emotionalen Stelle an euch, xx

PS: Ich würde herzlich gerne mehr Zeit in den Blog investieren, aber möchte mich nicht zwingen noch länger wach zu bleiben als ich es jetzt schon tue. Es ist eben nur ein Hobby und das soll Spaß machen. Ich investiere so viel Zeit wie momentan möglich und hoffe, ihr versteht das :)